Vegan leben aus gesundheitlichen Gründen

Viele Zivilisationskrankheiten werden auf den Konsum von Fleisch zurückgeführt. Rheuma, Diabetes, Übergewicht, Schlaganfall, Krebsleiden, Herz-Kreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Allergien und Neurodermitis werden zum Beispiel häufig in Verbindung mit dem Konsum tierischen Eiweißes oder tierischer Fette gebracht. 

Auch die erhöhte Zufuhr an Eisen, Salz sowie die Beigabe von Nitriten zur Verlängerung der Haltbarkeit von Wurstwaren ist hierfür mitverantwortlich. Eine langjährige Harvard-Studie mit großem medialen Echo verdeutlichte vor kurzem, wie stark sich Fleischkonsum auf die Lebensdauer auswirkt: die Sterblichkeit lag bei den Fleisch konsumierenden Probanden 13-20% höher. Bevölkerungen, die kein Fleisch und Milchprodukte konsumieren, sind deutlich gesünder als die Menschen in westlichen Industrienationen. Auch die hohen Beigaben an Antibiotika geraten in die Nahrungskette, selbst in der Bio-Produktion. Hier fallen sie lediglich niedriger aus. Ein Teil der Bevölkerung gilt als laktoseintolerant, was häufig nicht entdeckt wird. Viele Menschen glauben, Veganismus sei ungesund und dass nicht alle benötigten Nährstoffe mit einer rein pflanzlichen Ernährung aufgenommen werden können, aber dies ist falsch. Es gibt keine einzige Krankheit, die auf Veganismus zurückgeführt werden kann und viele Veganer weisen bessere Blutwerte auf als zu omnivoren Zeiten. Ob das Vitamin B12 in Tablettenform geschluckt wird, handhabt jeder Veganer individuell. Es ist der einzige Aspekt, auf den man ein Auge haben sollte, denn bei einer abwechslungsreichen Ernährung bezieht ein gesunder Körper aus Hülsenfrüchten, Gemüse und Co. alles, was er benötigt.Die “gesunde und lebensnotwendige” Milch als Konstrukt der Industrie

Ein besonderes Thema stellen Molkereiprodukte dar. Wer sich bezüglich der massiven negativen Auswirkungen von Milchprodukten auf die menschliche Gesundheit informieren möchte, wird in Maria Rollingers Buch „Milch besser nicht“ umfangreich beraten. Die Muttermilch einer fremden Spezies ist für den menschlichen Verzehr nicht geeignet, aber Marketing sei Dank hält sich der Mythos der gesunden Milch seit Jahrzehnten: Laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2006 halten 88% der Deutschen Milch für ein „unverzichtbares Lebensmittel“, was vor allem auf die massiven Marketingkampagnen – unter anderem der mittlerweile aufgelösten Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) – zurückzuführen ist („Die Milch ist meine Stärke“). Im Jahr 2010 wurde lediglich für Süßigkeiten mehr geworben, die Milchprodukte liegen auf Platz 2 der Werbeausgaben.

Laktoseintoleranz

Nicht nur die Laktoseintoleranz, an der in Deutschland etwa 15% der Menschen leiden, wird in Rollingers Buch näher betrachtet. Prinzipiell sind nur Jungtiere in der Lage, Laktose, also Milchzucker, mit dem Enzym Laktase zu verarbeiten. Im Erwachsenenalter wird die Produktion von Laktase dann eingestellt, da keine Muttermilch mehr konsumiert werden muss. Aufgrund einer genetischen Mutation kann ein Teil der europäischen Bevölkerung und Einwanderer in Australien und Neuseeland jedoch auch im Erwachsenenalter das Enzym produzieren. Je weiter man auf der Karte allerdings nach Süden rückt oder die ursprünglichen Bevölkerungen im Osten anschaut, desto häufiger trifft man auf Alaktasier, also Menschen, die Milch im Erwachsenenalter mangels des Enzyms Laktase nicht verdauen können. Wenn diesen Menschen westliche Ernährung aufgezwungen wird, deren Milchprodukte sie nicht verdauen können, werden sie krank. Milchpulver nach Afrika zu verschenken, ist vielleicht gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

Risiken durch die Homogenisierung

Auch den Laktasiern, die Milch aufgrund der genetischen Mutation verdauen können, drohen gesundheitliche Einschränkungen. Milch in unbehandelter Form ist heute nicht mehr erhältlich, selbst die Rohmilch, die nur wenige Landwirte direkt ab Hof verkaufen dürfen, ist normalerweise schon einmal erhitzt worden. Die typische „Frischmilch“ im Supermarkt mindestens dreimal, teilweise häufiger. Die Milch wird in ihre Einzelteile zerlegt, da sie so besser verarbeitet werden kann, der gewünschte Fettgehalt später festgelegt. Milch wird durch Pasteurisierung haltbarer gemacht, die Homogenisierung ist ein kosmetischer Eingriff, damit sich kein Rahm an der Oberfläche absetzt. Durch die Homogenisierung werden allerdings auch die Fettglobule auf eine einheitliche Größe gebracht. Damit können sie durch die Darmwand und ins Blut wandern, wo sie im Verdacht stehen, Allergien auszulösen. Außerdem können die Molekülstrukturen von Fett und Eiweiß durch den technischen Eingriff des Homogenisierens verändert werden, was schädliche Stoffe freisetzen und Organsysteme wie beispielsweise den Verdauungstrakt stören kann.

Milch als Kalzium-Räuber

Milch ist somit ungefähr eine Woche alt und stark behandelt, wenn sie in den Handel kommt. Wer glaubt, mit diesem stark behandelten Produkt nun etwas gegen potenziellen Kalziummangel zu tun, irrt. Die Länder mit dem höchsten Milchkonsum der Welt, Dänemark und Schweden, weisen gleichzeitig die höchsten Raten von Menschen mit Kalziummangel auf. Der Zusammenhang rührt daher, dass bestimmte Bestandteile der Milch während des Verdauungsprozesses Säure bilden. Diese Säure neutralisiert der Körper mit Kalzium. Da mehr Kalzium zur Neutralisierung benötigt wird, als die soeben konsumierte Milch geliefert hat, zieht sich der Körper das Kalzium dann aus den Knochen. Zwar enthält Milch Kalzium, durch den eben beschriebenen Prozess wird dem Körper allerdings mehr entzogen als zugeführt. Die Milchindustrie versucht den Dänen und Schweden dennoch weiszumachen, sie sollten gegen ihren Mangel doch mehr Milchprodukte konsumieren - ein Teufelskreis.

Weitere gesundheitliche Risiken durch Milchprodukte

Neben der Laktoseintoleranz reagieren außerdem viele Menschen, vor allem Kinder, allergisch auf Milcheiweiß. Hierbei erkennt der Körper die Proteine in der Milch als artfremd und bekämpft sie. Neben Spuren von Antibiotika finden sich zudem noch andere unerwünschte Stoffe in dem Eutersekret Milch: Eiter zum Beispiel, da ein Großteil der Milchkühe aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen an der Euterentzündung Mastitis leidet und die abgestorbenen Leukozyten in ihre Muttermilch geraten. Außerdem Schwangerschaftshormone, da die Kuh bereits wieder zwangsgeschwängert wird, während sie noch Milch gibt, die für ihr letztes Kalb bestimmt ist. Das Östrogen aus der Milch steht im starken Verdacht, bei Frauen Brust-, Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs auslösen zu können. Milch ist somit nicht nur nicht gesund, sie schadet sogar, und zwar nicht nur den zu reinen Maschinen degradierten, überzüchteten Rindern mit ihren stark vergrößerten Eutern, sondern auch dem vermeintlichen Nutznießer dieser Massentierhaltung, dem Menschen.

Der Milchkonsum in der westlichen Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv erhöht, in Deutschland auf 85 Kilogramm pro Kopf und Jahr, und mittlerweile hat die Industrie sogar Asien im Visier, trotz überwiegend laktoseintoleranter Bevölkerung. Vom ursprünglich teuren Edel-Produkt gilt es mittlerweile als Standard-Lebensmittel, dem man kaum entkommen kann: da bei der Milchproduktion massenhaft Molke als Abfallprodukt anfällt und die Entsorgung extrem teuer wäre, ist die Industrie sehr darum bemüht, die Molke in anderen Lebensmitteln unterzubringen, sodass man sie teilweise selbst in Gewürzen findet. Mit etwas Übung lassen sich Milch und deren negative Folgen allerdings vermeiden. Für jegliche Milchprodukte sind in Deutschland vegane Äquivalente erhältlich, sei es Käse, Schlagsahne oder Milchschokolade.

Genmanipulation

Die möglichen gesundheitlichen Folgen, welche durch manipuliertes, auf maximalen Ertrag ausgelegtes Futter verursacht werden, kann niemand absehen. Besonders in Westeuropa werden genmanipulierte Produkte durch die Bevölkerung eher abgelehnt, da man eine mögliche Schädigung des eigenen Erbguts vermeiden möchte.

Leder

Lederprodukte sind zum Teil stark mit Chrom belastet, das für Allergien verantwortlich sein kann. Ledertextilien, die in direktem Hautkontakt getragen werden, können zu Hautreaktionen wie Ekzemen führen. Mitarbeiter in Gerbereien haben durch all die Chemikalien ein erhöhtes Krankheitsrisiko. In den USA wurde bereits ein Zusammenhang zu Leukämieerkrankungen festgestellt, Arsen aus den Gerbereien verursacht Lungenkrebs. Solche Untersuchungen existieren mit ähnlichen Ergebnissen auch in Schweden und Italien. Leder wird mit so vielen giftigen Stoffen belastet, dass eine Verwendung aus gesundheitlicher Sicht fragwürdig ist.

Wild

Die überwältigende Mehrheit der Jäger benutzt bleihaltige Munition. Die hiermit erschossenen Tiere sind nicht gekennzeichnet und schwer belastet. Da keine Grenzwerte in Deutschland existieren und die Bleiaufnahme über andere Lebensmittel bereits relativ hoch ist, kann der regelmäßige Verzehr von mit Blei geschossenem Wild der Gesundheit des Verbrauchers schaden, wie auch der  Naturschutzbund regelmäßig berichtet.

Fisch und Muscheln

Vor allem Raubfische reichern in ihrem Fett Schadstoffe aus dem Meer an, darunter Quecksilber. Das besonders gefährliche Methylquecksilber führt zu schleichenden Vergiftungen und schädigt die Nerven. Die Quecksilberbelastung bei Menschen, die regelmäßig Fisch verzehren, wurde in diversen Studien bereits nachgewiesen, auch in Deutschland. Häufig lagern Fische zudem polychlorierte Biphenyle (PCB) im Fettgewebe ein. PCB gehört neben DDT und Dioxin zu den giftigsten Stoffen, die je entwickelt wurden, und kann Krebs auslösen sowie die Fruchtbarkeit gefährden. PCB wurde mittlerweile in Fischen aus sämtlichen Regionen der Erde nachgewiesen. Muscheln „atmen“ etwa vierzig Liter Wasser pro Stunde und innerhalb eines Monats enthalten Austern Schadstoffe in einer 70 000fach höheren Konzentration als das sie umgebende Wasser. Durch den Verzicht auf Fisch lässt sich das Problem allerdings nicht lösen, denn die Hälfte des weltweiten Fischfangs wird als Futtermittel für Nutztiere verwendet, die für den menschlichen Verzehr gedacht sind. So gelangen die Schadstoffe in die Nahrungskette. Fische konzentrieren in ihrem Körper nicht nur chemische Giftstoffe, sondern bieten auch Mikroorganismen wie Salmonellen oder Hepatitisviren ideale Nährböden für eine rasche Vermehrung. Diese sterben selbst nach intensivem Kochen nicht alle komplett ab und können den Konsumenten schädigen.

Honig

Honig ist häufig mit Industriegiften wie Pestiziden belastet, wobei auch Biohonig keine Ausnahme macht. Zudem rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) davon ab, Kleinkindern Honig zu geben, denn darin können sich gefährliche Keime befinden, die das Botulinum-Gift produzieren – das stärkste bekannte Bakterientoxin. Im schlimmsten Fall verursacht es eine Lähmung der Atemmuskulatur, was tödlich enden kann.

QUELLE: https://vegane-bewegung.de/warum-vegan/vegan-leben-aus-gesundheitlichen-gruenden.html

 

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